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Toleranz

"Wir denken und lassen denken und bestehen nur auf einem: dem Glauben, der durch die Liebe tätig ist."

John Wesley (1703 - 1791)

mit Zora Debrunner

Demenz für Anfänger

Am Sonntag, den 7. Juni 2015, um 10 Uhr

 

Evangelisch-methodistische Kirche Zofingen
Sälistrasse 2 (vis-à-vis Stadtsaal)

‚Yesterday’ – vom Vergessen und Erinnern

 

„Demenz für Anfänger!’ So nennt Zora Debrunner ihren mehrfach prämierten Blog. Sie findet Worte voller Erinnerungen, Poesie und Schmerz – die den Reichtum des Lebens aufnehmen und würdigen. Nun kommt die Ostschweizerin als Talkgast in den Bistro-Gottesdienst der Evangelisch-methodistischen Kirche nach Zofingen.

Vor Jahren erkrankte Oma Paula an Demenz. Damals begann Zora Debrunner zu schreiben: über ihre Gefühle, Erinnerungen, Begegnungen, Ignoranz, über Menschlichkeit und über Ereignisse, bei denen die Mitmenschlichkeit vergessen ging. Sie wehrt sich dagegen, dass Vergangenes einfach vergangen sein soll oder dass Gewesenes schöngeredet wird. Es war, wie es war. „Vergessen ist etwas Schreckliches“, schreibt sie.

Wenn jemand dement wird, vergisst er die Welt, seine Geschichte, die Gesichter und Stimmen von Angehörigen, - und manchmal sogar sich selber. Das, was war, verschwindet im Vergangenen. Zora Debrunner stemmt sich gegen dieses Vergessen. Darum erzählt sie aus dem Leben von Paula, ihrer Grossmutter. Oder von ihren Eltern. Sie erzählt nicht nur das Schöne. Aber immer würdigt sie die Früheren. - Im besten Sinn des Wortes: Sie gibt dem Vergangenen seine Würde. Auch Pfarrer Stefan Moll nimmt  das Thema auf. - „Gedenke meiner nach deiner Barmherzigkeit“, steht im Psalm 25. In aller Vergänglichkeit ist es ein Glück, dass zumindest Gott sich erinnert.

Der Bistro-Gottesdienst bietet aber auch musikalische Höhepunkte: Silvia und Sam Stauffer präsentieren ihre Leidenschaft: Irish Folk. Diese Lieder aus Irland passen zum Thema: sie besingen das Vergangene, die Freude und die Wehmut, den Abschied und das Wiedersehen. Mit Akkordeon, Gitarre und Gesang begeistern Sam und Silvia Stauffer ihre Zuhörer. Sie sind weit herum für ihre Musik bekannt.

Zu einem richtigen Bistro-Gottesdienst gehören auch Kaffee, Tee, Züpfe und eine aufwändige Dekoration. Alain Schmutz nimmt das Thema des Vergessens und Erinnerns auf. „Es ist wie ein Büchergestell, in dem mehr und mehr Titel fehlen“, sagt er. Bistro-Gottesdienste sind immer wieder ein Fest der Sinne und ein Ort zum Träumen und Hoffen.

Flyer

United Methodist Church