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Gott dienen

"Wer wollte in unserer Zeit für einen geringeren Zweck leben als Gott zu dienen?"

John Wesley (1703 - 1791)

Astrophysiker Arnold Benz 27.4.2014

 

 

 

Astrophysik im Gottesdienst

Sonntag, den 27. April 2014, 10 Uhr

 

“Weisst du, wieviel Sterne stehen?“ – Er weiss es: Professor Dr. Arnold Benz ist Astrophysiker und lehrt an der ETH in Zürich. Er ist in der Welt der Galaxien, der Sternbildung und der schwarzen Löcher heimisch. Im Bistro-Gottesdienst in der Evangelisch-methodistischen Kirche Zofingen erzählt er am Sonntag von den Anfängen des Universums, von seinem möglichen Ende und von den Spuren, die der Blick in die Tiefen des Alls bei ihm hinterlässt.

 

Arnold Benz gibt Einblick in seine Forschung. Es ist faszinierend ihm zuzuhören, wenn er von den Kräften spricht, welche die Sterne und Galaxien zusammengeknetet haben. Fakten gehören auf den Tisch. Naturwissenschaftliche Facts und Formeln. Vieles im Universum kann damit gefasst werden. Dem Wissenschaftler gelingt es, aktuelle Erkenntnisse so darzulegen, dass man ihn auch verstehen kann.

Heute sind viele überzeugt: Astrophysik und christliche Schöpfungslehre schliessen einander aus. Entweder – oder! Das wäre auch so, wenn man in der Bibel naturwissenschaftliche Facts sucht. Vielen bleibt dann auch die Bedeutung der Schöpfungserzählungen verschlossen.

Arnold Benz bleibt nicht bei den Zahl stehen. „Es gibt Dinge, die nicht mathematisierbar sind“, sagt er.  Denn er erlebt vieles, was nicht in den Erfahrungsbereich der Naturwissenschaft gehört. So spricht er von Liebe, Trauer, Schönheit, Angst, Staunen und das Aha-Gefühl: „Das hat mir jemand, nennen wir es Gott, geschenkt.“ Darum ist es für ihn kein Widerspruch, Wissenschaftler und Christ zu sein. Aber der kompetente Umgang mit den Methoden fordert, die beiden Sichten sauber zu trennen. Schöpfungserzählung und Naturwissenschaft lassen sich nicht harmonisieren, auch nicht mit Ideen wie ‚Intelligent Design’.

Gerade von der anderen Seite wagt sich Pfarrer Stefan Moll an das Thema. Was bedeutet die Naturwissenschaft für den Glauben? Der Schöpfungsbericht sagt vieles aus – aber die Entstehungsgeschichte des Universums vermag er nicht auszudrücken. „Heute geht aber gerade das Staunen verloren“, sagt der Pfarrer. Und er fügt an: „Wenn Menschen sich vom Glanz der Sterne nicht berühren lassen, werden sie weiterhin rücksichtslos mit der Erde umgehen. Es fehlt an neuen, poetischen Schöpfungsgeschichten, die vom Wunder des Lebens erzählen.“

Das alles klingt etwas kopflastig. Aber Bistro-Gottesdienste sind ausgesprochen sinnlich. Das trifft auch zu, wenn ein Naturwissenschaftler im Gespräch mit Brigitte Felder von seiner Arbeit erzählt. Alain Schmutz holt die Besucher immer wieder mit überraschenden und unglaublich schönen Dekorationen ab. Und mit Martin Zangerl wirkt ein hervorragender Pianist aus der Region im Gottesdienst mit. Er wird das alte Kinderlied „weisst du, wieviel Sternlein stehen“ in vielen Variationen aufnehmen und überraschende Interpretationen spielen. Dabei ist seine Musik für einmal auch etwas verträumt-romantisch. Ganz im Sinn des Staunens in einem Lied wie „der Mond ist aufgegangen, die golden Sternlein prangen am Himmel, hell und klar“.

Dazu geniessen die Besucher eine Tasse Kaffee oder Tee, bei frischem Brot oder Gipfeli. Sie können im Vorfeld ihre eigenen Fragen an den Astrophysiker oder an den Pfarrer einbringen. Dies ist über Facebook oder über die Homepage der Kirche möglich. Brigitte Felder wird ausgewählte Fragen im Talk aufnehmen.

 

Stefan Moll, Pfarrer

062 751 14 33/stefan.moll@emk-schweiz.ch

 

Evangelisch-methodistische Kirche

Sälistrasse 2 (vis-à-vis Stadtsaal) 

www.emk-zofingen.ch

 

 

Bilder

United Methodist Church